Stiftungssuche – Romanprojekt ‚adoptiert‘

Das Romanprojekt ‚adoptiert‘ hat in den letzten Jahren zwei wichtige Förderungen erhalten. Für die Fertigstellung des Manuskripts suche ich aktuell wieder nach einer Finanzierung, mit der ich mir weiterhin ausreichend Zeit für die literarische Arbeit leisten kann. Falls Sie Kontakte zu Stiftungen und/oder Privatpersonen haben, die das Projekt finanziell (oder auch ideell und/oder inhaltlich) unterstützen könnten, freue ich mich über eine Nachricht!

‚adoptiert‘ erforscht die individuellen und gesellschaftlichen Folgen von innerfamiliärer und organisierter Gewalt an Kindern. Ein umfangreiches Großprojekt, das bereits ein paar Jahre in Arbeit ist. Vielen Dank an alle, die mich immer wieder ermutigen.

Buchprojekt Corona-Blog

Zugegeben, es wird wohl eher ein Heft werden. Aber immerhin. Ich habe mich entschieden, die Texte aus dem Corona-Blog (Mai-Juni 2020) lektorieren zu lassen und zu publizieren. Ab September hat meine Lektorin Zeit, ich freue mich darüber; Martina Laux, von Hause aus Übersetzerin, ist eine wunderbare Sprachkünstlerin, die sehr sorgsam mit meinen sprachlichen Eigen- und Besonderheiten umgeht. Die Gestaltung wird meine Cousine übernehmen, die bereits die wunderschönen Titelseiten meiner Leseproben gestaltet hat (die Leseproben gibt es übrigens auch gedruckt, sie können bei Interesse verschickt werden!). Einen passenden Titel muss ich noch suchen, Corona-Bücher gibt es zurzeit schon zu viele.

Corona-Blog. Mai-Juni 2020.

Zwei Monate lang habe ich fast jeden Tag einen kleinen Text geschrieben und am nächsten oder übernächsten Tag online gestellt. Ein Corona-Blog, aus der Not geboren, weil ich die Kinder zuhause hatte, jeden Tag, und wie so viele andere zu gar nichts mehr kam.

Aber zehn Minuten? Nur zehn Minuten? Zehn Minuten müssten eigentlich drin liegen, auch jeden Tag. So ist in der Zeit des Lockdowns eine kleine Textsammlung entstanden, die gerne weiterhin gelesen werden kann. Hier geht es zu den Beiträgen im Corona-Blog.

Zugleich bin ich froh, mit der Wiedereröffnung der Kitas und Schulen wieder mehr Zeit für mich und meine Arbeit zu haben. Der Corona-Blog bleibt daher geschlossen. Stattdessen werde ich von Zeit zu Zeit aus meiner Arbeit berichten. Über Rückmeldungen, Fragen oder Anregungen per E-Mail freue ich mich.

Sommerpause

Heute Abend gehe ich offline.

Ich wünsche allen einen schönen Sommer. Wenn möglich einen kleinen Ortswechsel, er verändert die Perspektiven. Und bis im August wieder!

Wie ich Schriftstellerin wurde.

Ich habe das kleine Heft gelesen, von Jutta Reichelt. Wie ich Schriftstellerin wurde. Ein Corona-Sonderdruck, über den man sie in diesen schwierigen Zeiten ein wenig unterstützen kann. Ich hatte mir gleich zwei davon bestellt. Dann kam ein Paket mit zwei Heften und einem Buch. Die Rechnung lautete, wie bestellt, über zwei Hefte. Das Buch – war ein Geschenk! Ich hatte in Juttas Blog gelesen und kommentiert. Jutta hat in meinem Blog gelesen. Sie dachte, dass es da Berührungspunkte gibt. Und hat mir ihr Buch geschickt. Wiederholte Verdächtigungen. Ich habe es sehr sehr gerne gelesen. Und war verblüfft, über dieses Geschenk. Berührt. Wir kennen uns nicht. Wir haben ein paar Texte voneinander gelesen. Vielleicht werden wir uns kennen lernen, im nächsten Jahr. Ich freue mich darauf.

Ich arbeite wieder.

Ich arbeite wieder an ‚adoptiert‘. Ich bin froh darüber.

Wieder in Bewegung kam das Projekt über der Arbeit an einem Interview, das im Sommer in der PFAD Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe erscheinen wird. Ich habe in dem Interview erstmals Inhalte von Teil III für Außenstehende formuliert – seither setzt sich die Geschichte zusammen.

Eine erweiterte Inhaltsangabe zu ‚adoptiert‘ findet sich nun auch unter meinen Leseproben. Eine kleine Momentaufnahme aus der Geschichte von Sara gibt es im Blog-Text vom 19. Juni

In vielen Kurztexten des Blogs scheinen sich Themen vorbereitet zu haben, die in den Roman gehören. Ich hätte das nicht gedacht. Der Blog war aus der Verzweiflung entstanden, weil ich neben den Kindern zuhause, geschlossenen Spielplätzen und fehlenden Freunden zu gar nichts mehr kam. Es sieht so aus, als hätte sich im Stillen und Geheimen doch so einiges getan.

Ein kleines Mädchen.

Ein kleines Mädchen mit einem blauen Tuch. Ihre Mama schlingt die Arme um das Kind. Es ist nicht die Mama. Es ist die Pflegemutter, die auf Wiedersehen sagt. Das Kind zieht woanders hin. Alleine.

Die Frau lässt los. Sie ist keine Mutter mehr. Der Vertrag endet. Heute.

Das Kind macht zwei drei Schritte. Dreht sich um. Will zurückgehen. Und weiß bereits, so klein sie ist, dass zurück nicht mehr geht, dass Mama nicht mehr Mama ist, dass es niemanden mehr gibt. Nur diese Frauen auf der anderen Seite des Raumes. Die für sie verantwortlich sind. Und sie zu den nächsten Eltern bringen werden. Heute noch.